Programm

02.10.    Dienstag | 19 Uhr | Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

Bedeutung des Aufstandes von Gwangju 1980 für die Demokratisierung Südkoreas bis heute

Film und Gespräch zur Ausstellungseröffnung im ehemaligen Stasi-Kinosaal

Der Aufstand von Gwangju für Freiheit und Demokratie wird heute als Meilenstein der Demokratisierungsbewegung Südkoreas gefeiert. Nach dem Ende der 18-jährigen Militärherrschaft im Oktober 1979 gab es erneut Versuche, eine Militärregierung aufzubauen. Landesweit kam es nun zu Protesten. Doch der Aufstand von Gwangju wurde am 18. Mai 1980 gewaltsam niedergeschlagen. Eine vollständige Aufarbeitung gibt es bis heute nicht. So ist beispielsweise unklar, wer vor nunmehr 38 Jahren den ersten Schießbefehl gab. Hoffnung auf Aufarbeitung gibt es mit dem neuen Präsidenten Südkoreas, Moon Jae-in. Über die Geschehnisse und die Bedeutung des Aufstandes für die Demokratisierung Südkoreas heute spricht Gedenkstättenleiter Tobias Hollitzer mit Han Jung-Hwa und Yann Werner Prell vom Korea Verband e.V. aus Berlin. Zur Einführung in das Thema wird der Dokumentarfilm „Follow Me, You Living Soul – Struggle fort he Truth of May“ (OmdtU) vorgeführt, in dem sich zahlreiche Zeitzeugen und Hinterbliebene an den Aufstand erinnern.

Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, Korea Verband e.V. (Berlin)| Eintritt frei

 

15.10.    Montag | 19 Uhr | Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

„Südkorea am Scheideweg“ – Zur Demokratisierungsbewegung

Film und Gespräch mit Zeitzeugen im ehemaligen Stasi-Kinosaal

Ein Kameramann leistete einen besonderen Beitrag zur Aufarbeitung der blutigen Niederschlagung des friedlichen Aufstandes von Gwangju im Jahr 1980. Die Bevölkerung protestierte für Freiheit und Demokratie; sie wollte verhindern, dass sich nach dem Ende einer 18-jährigen Militärherrschaft in Südkorea erneut eine Militärregierung an die Macht putschte. Es kam zu Ermordungen und Verhaftungen. Unter Lebensgefahr machte der Kameramann Jürgen Hinzpeter 1980 Filmaufnahmen von dem Massaker. Es waren die ersten Bilder und Berichte, die offenbarten, wie grausam der Aufstand niedergeschlagen wurde, ohne die die Wahrheit nicht ans Licht gekommen wäre. Der damalige ARD-Korrespondent in Tokyo und enge Freunde Hinzpeters, Jürgen Bertram, brachte das Filmmaterial im gleichen Jahr als Dokumentation „Südkorea am Scheideweg“ (60min) ins deutsche Fernsehen.

Im  Anschluss an den Film berichtet Eui Ok Shu unter Moderation von Reinhard Bohse vom Bürgerkomitee Leipzig e.V. über die damaligen Ereignisse. Frau Eui Ok Shu hatte die Bilder von Hinzpeter 1980 im deutschen Fernsehen gesehen und sich danach aktiv für die Aufarbeitung des Massakers eingesetzt.

Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, Korea Verband e.V. (Berlin)| Eintritt frei

 

Veranstalter

Die Ausstellung wird organisiert vom Korea Verband in Berlin in Kooperation mit der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ und der May 18 Memorial Foundation.